Diagnostik

klinische Untersuchung:
ist die unverzichtbare Grundlage der Diagnostik und wird von den Tierärzten der Tagesklinik dementsprechend genau bei jedem Patienten, ob Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Reptil, Vogel oder anderes Tier, durchgeführt.
Der Umfang der Untersuchung richtet sich dabei nach der Fragestellung.
Oft sind schnell ein oder zwei Krankheitszeichen gefunden, die den Fortgang der Diagnostik beeinflussen. In einigen Fällen, bei unklarem Beschwerdebild kann eine detaillierte erweiterte Untersuchung (z.B. neurologischer Untersuchungsgang) nötig sein. Daher ist eine Terminvereinbarung bei bereits vorbehandelten und überwiesenen Patienten wichtig, um ausreichend Zeit für die Erhebung eines genauen Vorberichtes und eine exakte Untersuchung einplanen zu können.
Erst wenn all diese Untersuchungen kein eindeutiges Krankheitsbild liefern, kommen Geräte der modernen Medizin zum Einsatz, um die Krankheit zu identifizieren. Zu diesen Geräten zählen: Analysengeräte zur Blutuntersuchung, Mikroskop, Röntgen, Ultraschall, EKG, Blutdruckmessgerät und Endoskop. Anhand der klinischen, chemischen und technischen Untersuchungsergebnisse können die Tierärzte dann die nötige Therapie erstellen.
 

Labor:
Den Tierärzten der Tagesklinik ist ein mit hohen Qualitätskriterien geführtes hauseigenes Labor ein wichtiges Anliegen. Hier werden die wesentlichen Routineanalysen sofort durchgeführt, so daß bereits nach kurzer Wartezeit mit der Einleitung der richtigen Therapie begonnen werden kann.
Zu diesen Analysen zählen Blut-, Harn- und Kotuntersuchungen sowie zytologische Untersuchungen von Feinnadelbiopsien (Zytologie). Alle Laboruntersuchungen stehen neben Hunden und Katzen selbstverständlich auch Nagern, Reptilien und Vögeln zur Verfügung. Ein spezielles Blutanalysengerät benötigt nur kleinste Blutmengen, so daß auch bei unseren kleinen Patienten sinnvolle Untersuchungen durchgeführt werden können.
Spezialuntersuchungen, werden an renommierte Veterinärlabors weitergeleitet, um auch hier die Qualität der Diagnostik aufrechterhalten zu können.
 



Zytologie:
ist die Untersuchung einzelner isolierter Zellen, die durch Punktion oder Abstrich aus nahezu allen Regionen und Organen des Körpers gewonnen werden können. Die Zellentnahme wird von den Patienten auf Grund sehr feiner Nadeln bzw. feinster Abstrichbürsten kaum gespürt und praktisch ungefährlich. Die Punktion innerer Organe wird, je nach Lokalisation, meist unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Die Zytologie dient der Untersuchung von Umfangsvermehrungen, Flüssigkeitsergüssen, Körperflüssigkeiten und Organen. Die Zytologie hilft zu unterscheiden, ob eine Entzündung, ein gutartiger oder bösartiger Prozeß vorliegt und ermöglicht eine klare Vorgangsweise in der weiteren Behandlung. Stellen Sie einen Knoten an ihrem Tier fest warten Sie nicht zu bis er größer wird. Je früher eine klare Diagnose gestellt wird, umso besser können die Tierärzte Ihrem Tier helfen!
Besonders wichtig ist diese Diagnoseform in der Onkologie (=Tumor- oder Krebsmedizin).

 



Röntgen:
Es werden alle im Zuge der klinischen Diagnostik nötigen Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Viele Erkrankungen können mit dieser Methode diagnostiziert werden. Besonders bei den kleinen und kleinsten Patienten können Röntgenaufnahmen oftmals zu einer exakten Diagnose verhelfen (z.B. Legenot bei Vögeln oder Schildkröten).
Zudem ist die Klinik für die offiziellen HD- (Hüftgelenksdysplasie) und ED- (Ellbogengelenksdysplasie) Röntgenuntersuchungen und die zuchthygienische Untersuchung der Patellaluxation (klinische Spezialuntersuchung ohne Röntgen)zugelassen.
Wichtige Hinweise zur HD-/ED- Untersuchung:
Die offizielle Röntgenuntersuchung auf HD (HD/ED) erfolgt in der Regel ab dem Alter von 12 Monaten. Bitte beachten Sie jedoch ggf. die Bestimmungen Ihres Zuchtverbandes.
Bitte bringen Sie die Ahnentafel im Original mit, sonst kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden.
Die Zuchtverbände haben spezielle Antragsformulare für die offiziellen HD (HD-/ED-) Untersuchungen. Bitte fordern Sie bei ihrem Zuchtverband die nötigen Antragsformulare an und bringen Sie diese zur Untersuchung mit.
Ihr Hund muß wegen der vorgeschriebenen Narkose für die Untersuchung nüchtern sein, d.h. die letzte Fütterung sollte spätestens um 17:00 des Vortages erfolgen. Trinken darf er bis zum Morgen der Untersuchung.
 

Ultraschall:
Neben dem Röntgen ist der Ultraschall eine wichtige Untersuchungsmöglichkeit in der weiterführenden Diagnostik. Das moderne hochauflösende Ultraschallgerät der Tierklinik ermöglicht schmerzlos eine genaue Darstellung des Körperinneren, seiner Organe und deren Strukturen.
Mit Hilfe des Ultraschalls kann die PKD (Polycystic kidney disease), eine wichtige erbliche Erkrankung bei Rassekatzen diagnostiziert werden. Die polyzystische Nierenerkrankung betrifft vor allem Perser- und Siamkatzen und ist die bedeutendste vererbte Erkrankung bei der Katze.
 



EKG und Blutdruckmessung:
Neben der klinischen Untersuchung, sind EKG und Blutdruckmessung wichtige diagnostische Hilfsmittel zur Abklärung von Herzerkrankungen.
Wie auch beim Menschen, muß bei Tieren höheren Alters mit hohem Blutdruck gerechnet werden. Stellen die Tierärzte klinische Veränderungen fest, so werden sie Ihnen zu diesen weiterführenden Untersuchungen bei ihrem Tier raten.
 



Endoskopie:
Eine andere Art der genauen Inspektion des Körpers ist die Endoskopie. Bei dieser wird mit Hilfe einer Lichtquelle ein Hohlraum des Körpers ausgeleuchtet. Über eine spezielle Kamera
kann dieser Körperbereich auf einem Bildschirm wesentlich vergrößert und dadurch genau betrachtet und beurteilt werden.
In weiterer Folge können mit Spezialinstrumenten Gewebeproben entnommen oder chirurgische Eingriffe vorgenommen werden.