Vorsorge



Gesundenuntersuchung:
Vorsorgen ist besser als heilen, das gilt auch für ihre tierischen Familienmitglieder.
Daher sollten bereits ab dem Welpenalter regelmäßig (d.h. zumindest einmal jährlich) Gesundenuntersuchungen durchgeführt werden. Diese erfolgen meist im Rahmen der Impfung, da nur ein klinisch gesundes Tier geimpft werden darf. Bei Jungtieren wird besonderes Augenmerk auf angeborene Erkrankungen gelegt.
Klinische Gesundenuntersuchungen sollten auch bei erwachsenen Tieren halbjährlich bis jährlich durchgeführt werden. Etwa ab der Hälfte der durchschnittlichen Lebenserwartung sind ergänzende Blutuntersuchungen und EKG sinnvoll. Denn auch Hunde und Katzen leiden zunehmend an Zivilisationskrankheiten, wie Übergewicht, Zuckerkrankheit und vielen anderen, wie sie vom Menschen her bekannt sind.
Je nach klinischem Bedarf kommen auch weitere Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall oder Endoskopie zum Einsatz. Dadurch können viele Leiden, die vorwiegend in der zweiten Lebenshälfte auftreten, rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Die Lebensqualität ihres Tieres kann dadurch wesentlich verbessert und seine Lebenserwartung verlängert werden. Durch geeignete Maßnahmen kann jener Moment, in dem die Krankheit klinisch in Erscheinung tritt, hinausgezögert werden.
 

Schutzimpfung:
Impfungen sind wichtig zur Gesunderhaltung Ihres Tieres, ob Hund, Katze, Frettchen oder Kaninchen. Die Impfungen werden individuell auf das jeweilige Tier abgestimmt, d.h. es werden nur jene vorgenommen, die medizinisch oder auf Grund des Lebensraumes Ihres Tieres notwendig und sinnvoll sind. Die Tierärzte der Tagesklinik informieren und beraten Sie gerne.
Die neuesten aktuellen Bestimmungen der Europäischen Kommission verpflichten jetzt auch Halter von Hunden, Katzen und Frettchen Ihre Tiere spätestens dann impfen zu lassen, wenn diese am Reiseverkehr teilnehmen.
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Tierkennzeichnung:
Damit entlaufene Hunde oder Katzen sicher wieder ihrem Besitzer zurückgeführt werden können, nutzen viele Tierbesitzer das moderne Verfahren der Mikrochip-Kennzeichnung, die auch für den Reiseverkehr ins Ausland vorgeschrieben ist.
Die elektronische Tierkennzeichnung erfolgt mit einem reiskorngroßen, gewebeneutralen und ungefährlichen Mikrochip, der wie bei einer Impfung schmerzlos mit einer Art Spritze unter die Haut gesetzt wird. Die Mikrochip-Kennzeichnung ist gegenüber der Tätowierung die wesentlich modernere Methode und sie ist absolut fälschungssicher.
Eine Kennzeichnung von Tieren ist aber erst in Verbindung mit der Registrierung in einer zentralen, jederzeit zugänglichen Datenbank sinnvoll.
Nach Standardisierung aller Mikrochips auf ISO-Norm waren die technischen Voraussetzungen für deren allgemeinen Einsatz gegeben.
Die Internationale Tierkennzeichendatenbank ANIMALDATA.COM ist als Internetanwendung zur Registrierung von Heimtieren, die mittels Mikrochiptransponders gekennzeichnet sind, konzipiert und unter http://www.animaldata.com abrufbar.
 

Parasitenprophylaxe:
Regelmäßiges Entwurmen schützt Hund und Katze vor Wurmbefall. Trotz größter Hygienemaßnahmen handelt es sich hierbei um eine weit verbreitete Erkrankung, die ein immer wiederkehrendes Gesundheitsrisiko darstellt. Würmer gehören zur Gruppe der Endoparasiten und werden durch den Kontakt zu infizierten Tieren, das Schnüffeln an infiziertem Kot sowie über das Fell des Tieres übertragen. Auch Kleidung und Schuhe stellen eine Übertragungsmöglichkeit dar. Wurmeier sind sehr klein und können mit dem Auge praktisch nicht erfasst werden. Sie sind oft über Monate und Jahre infektionsfähig und führen aufgrund der Larvenwanderung im Körper des Tieres zu einer Vielzahl von Folgeerscheinungen.
Regelmäßige Prophylaxe mit geeigneten Präparaten schützt Hunde, Katzen, Frettchen und Nager vor Flöhen und Zecken. Diese sind blutsaugende Parasiten, die Krankheiten übertragen, Juckreiz verursachen und so Hautentzündungen und Allergien hervorrufen können.
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