VÖK-Sektion Kleintieronkologie Veterinäronkologisches Netz­werk Austria – VONA

Eine Erfolgsgeschichte in der Fachausbildung für praktizierende Tierärzte.

Die VÖK-Sektion Kleintier­onkologie – VONA (kurz: VÖK-VONA) ist eine Plattform zum fachlichen onkologischen und interdisziplinären Wissensaustausch zwischen Kollegen aus der Praxis und dem universitären Bereich der medizinischen Onkologie. 

Dr. Christina Dreier-Schöpf, Sektionspräsidentin
Dr. Hemma Schichl-Pedit, Sektionspräsidentin-Stellvertreterin
Dr. Thomas Wiebogen, Sekretär

Ausgabe 07-08/2018


Gruppenfoto des ersten VONA-Treffens (v.li.n.re.): Mag. Roman Ertl, Dr. Walter Holzhacker, Mag. Thomas Widhölzl, Dr. Robert Fischer, Mag. Sonja Schwab, Dr. Astrid Kuhn (Tierklinik Breitensee), Dr. Christina Dreier-Schöpf (von der gleichnamigen Tierklinik), Dr. Michael Willmann (Vetmeduni Wien), Dr. Karin Holler, Dr. Adalbert Fellner, Johann Neissl.

2011 – VONA: Wie alles begann

Die VÖK-Sektion Kleintieronkologie – VONA bietet berufsbegleitende, praxisorientierte onkologische Fortbildungen an und ermöglicht damit ihren Mitgliedern Sicherheitsstandards bei der Anwendung von Zytostatika, sowie onkologisches Fachwissen betreffend Diagnostik und Therapie von Tumorpatienten in der Kleintierpraxis zu etablieren. Die Sektion war 2011 die Gründungsvereinigung der an Onkologie interessierten Kleintiermediziner in Österreich. Mit der zunehmenden Nachfrage von Tierbesitzern nach Chemotherapien und der gleichzeitigen Sorge der Tierärzteschaft, im Speziellen der weiblichen Kolleginnen, ob der eigenen Sicherheit bei der Anwendung kam es auf Initiative der Richter Pharma AG zu einem visionären Treffen mit Vertretern der Onkologinnen und Onkologen der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Initiative, ein österreichweites Angebot zur sicheren ambulanten Chemotherapie in der tierärztlichen Praxis zu schaffen, wurde formuliert und der Österreichischen Tierärztekammer zur Prüfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgestellt. Gemeinsam mit praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzten mit Interesse an Onkologie wurde ein Schulungsprogramm betreffend der sicheren Anwendung von Zytostatika entwickelt, und auch unter Hilfestellung der Expertise von Wifi Kärnten und TÜV Süd in Deutschland wurde ein österreichweites Netzwerk – Veterinäronkologisches Netzwerk Austria (VONA) – installiert. Das VONA entwickelte sich zu einer Plattform für einen regen onkologischen und auch interdisziplinären Wissensaustausch zwischen Kollegen aus der Praxis und dem universitären Bereich, welches mit hohem Engagement vor allem durch Dr. Michael Willmann vorangetrieben wurde.

2015 – VÖK-Sektion Kleintieronkologie

Im weiteren Verlauf kam es 2015 durch die Einbindung des VONA unter das Dach der VÖK zur Bildung der VÖK-Sektion Kleintieronkologie – VONA, kurz VÖK-VONA, welche berufsbegleitende, praxisorientierte onkologische Fortbildungen anbietet und es ihren Mitgliedern ermöglicht, Sicherheitsstandards bei der Anwendung von Zytostatika sowie onkologisches Fachwissen betreffend Diagnostik und Therapie von Tumorpatienten in der Kleintierpraxis zu etablieren.

2016 – ÖTK-Diplom Kleintieronkologie

Mit dem ÖTK-Diplom Kleintieronkologie konnte auch auf rechtlicher Basis ein Meilenstein des Qualifizierungsnachweises für onkologisch arbeitende praktizierende Tierärzte gesetzt werden. Dieses Diplom wird durch die Österreichische Tierärztekammer nach erfolgreich (vor einer Prüfungskommission aus dem universitären Bereich der medizinischen Onkologie) abgelegter schriftlicher und mündlicher Prüfung verliehen. An der Etablierung eines Fachtierarzttitels für Kleintieronkologie wird derzeit intensiv gearbeitet.

2017 – Erste Prüfungen zum ÖTK-Diplom Kleintieronkologie

Die 1. mündliche Prüfung erfolgte nach Abgabe und positiver Beurteilung der schriftlichen Unterlagen am 06.03.2017 in den Räumen der Österreichischen Tierärzte-kammer. Die Prüfungskommission, Ao. Univ.-Prof. Dr. Miriam Kleiter und Dr. Michael Willmann, erteilte Dr. Christina Dreier-Schöpf, Dr. Elisa Gamperl, Dr. Hannes Gressl, Dr. Hannes Meissl, Dr. Hemma Schichl-Pedit und Dr. Thomas Wiebogen gemäß § 10 Diplomordnung der Österreichischen Tierärztekammer das Recht, nach der Berufsbezeichnung Tierarzt/Tierärztin das ÖTK–Diplom Kleintieronkologie zu führen. Die feierliche Überreichung der Urkunden erfolgte durch den Präsidenten der ÖTK, Mag. Kurt Frühwirth.

Fristen für die 2. Prüfung für das ÖTK-Diplom Kleintieronkologie 2019

1. Einreichung der erforderlichen Nachweise bei der Tierärztekammer bis spätestens 15.11.2018.

2. Einreichung der erforderlichen fachspezifisch-praktischen Nachweise bei der Prüfungskommission als Powerpoint-Präsentation, ergänzt durch schriftliche Unterlagen nach der vorgeschriebenen Formatvorlage bis spätestens 15.11.2018.

3. Überprüfung der Nachweise durch die Tierärztekammer und die Prüfungskommission bis spätestens 15.12.2018 und Rückmeldung bezüglich notwendiger Nachreichungen.

4. Zweitabgabe der Nachweise bis spätestens 15.01.2019.

5. Zweitüberprüfung der Nachweise durch die Tierärztekammer und die Prüfungskommission und Zulassung zur Prüfung bis spätestens 15.02.2019.

6. Prüfung Anfang März 2019 in der Tierärztekammer (der genaue Termin wird den Prüfungsteilnehmern noch zeitgerecht mitgeteilt).

Informationen und Prüfungsanmeldung über vona-REMOVE-NOSPAM@voek.at

Ziele der VÖK-Sektion Kleintieronkologie – VONA und des ÖTK-Diploms Kleintieronkologie 

Die Gewährleistung von Sicherheitsstandards bei der Anwendung von Zytostatika sowohl für Konsumenten (Tiere und deren Besitzer) als auch Tierärzte und deren Mitarbeiter in der tierärztlichen Praxis in Österreich soll sichergestellt werden. Tierärzte mit ÖTK-Diplom müssen zum Erhalt des Diploms die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung auf diesem Gebiet nachweisen. Über die Homepages der ÖTK und der VÖK sollen praktizierende Tierärzte und Tierbesitzer die Möglichkeit haben, einen onkologisch gut ausgebildeten Tierarzt mit ÖTK-Diplom Kleintieronkologie in erreichbarer Nähe zu finden. Damit kann eine flächendeckende Versorgung onkologischer Kleintierpatienten in Österreich sichergestellt werden.

Burgenland: Dr. Elisa Gamperl-Mikula, Tierklinik Parndorf

Niederösterreich Süd: Dr. Christina Dreier-Schöpf, Tierklinik Dreier-Schöpf, Baden

Niederösterreich Nord: Dr. Thomas Wiebogen, Tierklinik Korneuburg

Kärnten: Dr. Hannes Gressl, Tierklinik Krebitz, Klagenfurt

Salzburg: Dr. Hannes Meissl, Tierklinik Oberalm

Steiermark: Dr. Hemma Schichl-Pedit, Fachtierarztpraxis Schichl, Gratkorn

Regelmäßige Module zu Sicherheit und Recht im Umgang mit Zytostatika, Einsteigermodule für Tierärzte, die zukünftig Onkologie als Schwerpunkt in ihrer tierärztlichen Tätigkeit setzen möchten, aber auch für zuweisende Tierärzte zur Weiterbehandlung von rücküberwiesenen onkologischen Patienten sollen die Sensibilität und das Wissen in diesem Detailbereich der tierärztlichen Tätigkeit fördern. Mit dieser Schwerpunktausgabe Kleintieronkologie möchten wir Ihnen, werte Kolleginnen und Kollegen, anhand von Fachartikeln der Veterinäronkologen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Tierärzte mit ÖTK-Diplom einen Überblick über die onkologische Tätigkeit in der Kleintierpraxis geben. Für weitere Fragen zur VÖK-Sektion Kleintieronkologie – VONA und zum ÖTK-Diplom steht Ihnen der Sektionsvorstand unter vona-REMOVE-NOSPAM@voek.at gerne zur Verfügung.

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Danke

Liebe Frau Dr. Dreier-Schöpf und Team, ich konnte diese Zeilen über Daisy erst jetzt schreiben. Sie zu verlieren, hat schrecklich weh getan. Wir danken Ihnen