Wissenswertes zur Hundezucht

Die Geschlechtsreife tritt zwischen dem 7. und 12. Lebensmonat ein. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig vom Erbgut und von den Haltungsbedingungen. Die meisten Hündinnen werden zwei Mal im Jahr läufig. Es kann auch sein, dass die Läufigkeiten alle 4 Monate oder nur alle 12 Monate nachzuweisen sind. Die Hündin wird bis ins hohe Alter mit abnehmender Fruchtbarkeit läufig (kein Wechsel wie bei der Frau). Wesentlich ist, dass die Läufigkeiten in regelmäßigen Abständen auftreten und immer gleich lang dauern. Abweichungen können auf hormonelle Störungen oder auf interne Erkrankungen hinweisen. Die Läufigkeit verursacht eine Verhaltensänderung. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hündin vermehrt am äußeren Genitale schleckt, öfters Harn in kleinen Mengen absetzt (Markieren), weniger gehorsam ist, streunt und den Kontakt zum Rüden sucht. Wichtig ist, dass der Züchter genaue Protokolle über seine Zuchthündin bzw. seinen Zuchtrüden führt.

Zuchttiere müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Stabiler Charakter
  • Gut und ausgeglichen ernährt
  • Eindeutig identifiziert (Mikrochip)
  • Regelmäßig geimpft
  • Regelmäßig entwurmt
  • Internistisch und orthopädisch gesund
  • Gynäkologisch und andrologisch gesund

Klappt eine gewollte Deckung nicht, so ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Hündin den Rüden nicht akzeptiert oder der Rüde an der Hündin nicht interessiert ist oder der falsch gewählte Deckzeitpunkt. Dieser kann durch eine genaue tierärztliche Deckzeitpunktbestimmung ermittelt werden. Hierfür ist sind regelmäßige klinischgynäkologische Untersuchungen, Vaginalabstriche und Hormonuntersuchungen nötig. Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer beträgt 63 Tage. Die tatsächliche Dauer kann von der Angabe abweichen, da die Trächtigkeitsdauer von vielen Faktoren beeinflusst wird. Die Trächtigkeitsdiagnose erfolgt um den 28. Trächtigkeitstag durch klinische Untersuchung und Ultraschall. Um die Anzahl der Feten zu bestimmen ist eine gesicherte Diagnose ab dem 55.Trächtigkeitstag mit Röntgen möglich, wenn die Anzahl der Welpen nicht zu groß ist. Sie soll in keinem Fall vor dem 50. Tag erfolgen, da die Skelette der Feten nicht eindeutig darstellbar sind.

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